- Remscheid
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Am letzten Wochenende fand in Kooperation zwischen der Musik- und Kunstschule Remscheid und dem Haus für Geflüchtete in der Wülfingstraße ein interdisziplinäres Kunstprojekt unter der Leitung von Susanne Schrade statt.
Ziel des Projekts war es, Kindern und Jugendlichen aus marginalisierten Gruppen kreative Ausdrucks- und Austauschmöglichkeiten zu eröffnen und ihnen durch Kunst und Musik einen Zugang zu gemeinsamer Gestaltung und Teilhabe zu ermöglichen.
Die Teilnehmenden erhielten iPads, mit denen sie eigene Fotografien erstellen und digital bearbeiten konnten. Ergänzend arbeiteten sie mit klassischen bildnerischen Materialien – von plastischen Werkstoffen bis hin zu zeichnerischen Techniken. Darüber hinaus waren auch Spiel, Bewegung, Tanz und das gemeinsame Musikhören Teil des Programms. So konnten die Kinder Szenen entwerfen, darstellen und fotografisch festhalten, wobei auch die Erfahrung des Ausprobierens, Verwerfens und Neugestaltens ein wichtiger Bestandteil des kreativen Prozesses war.
Inhaltlich setzten wir uns mit Fragen zu Kultur und Austausch auseinander: Wie entstehen Symbole und Zeichen in unterschiedlichen Kulturen? Welche Formen der Mobilität und Kommunikation gab es früher und gibt es heute? Wie gelingt ein respektvoller, positiver Umgang mit kultureller Aneignung – etwa beim gemeinsamen Kochen, Tanzen oder Gärtnern? Besonders die Mädchen interessierten sich für Tanz als Ausdrucksform.
Ein Höhepunkt des Wochenendes war der gemeinsame Ausflug ins Visiodrom Wuppertal, wo die Kinder die immersive Van-Gogh-Ausstellung erlebten. Auch dort entstanden Fotos und Videos, die am folgenden Montag zusammengeführt und reflektiert wurden.
Das Projekt hat eindrücklich gezeigt, wie niedrigschwellige künstlerische Angebote Kindern die Möglichkeit eröffnen, eigene Perspektiven zu entwickeln, sich über kulturelle Grenzen hinweg auszutauschen und im gemeinsamen Tun Vertrauen und Gemeinschaft zu erleben.

















